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Brambauer Vorstellung PDF Drucken E-Mail

CharlottedeGreiff_schnStadtteilgruppe Brambauer - ein Rückblick

Ähnlich geht es mir, während ich dieses schreibe.
Natürlich war ich neugierig, als ich im September 1989 die Einladung der Stadt in die Realschule Brambauer bekam zwecks Gründung einer ZwAR-Gruppe in Lünen.
Obwohl ZwAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand) schon seit 15 Jahren in Dortmund existierte und sogar die Begeisterung des Landes NRW ausgelöst hatte, war mir der Name ZwAR total unbekannt.Ich glaube, dass die Ankündigung, ZwAR sei kein Verein und würde auch nichts kosten, bei den meisten Teilnehmern inneren Beifall gefunden hatte. Mich reizte allein die Utopie, Vorhaben, die wahrscheinlich doch ein Traum bleiben würden, versuchen in die Tat umzusetzen. Vielleicht hegte ein anderer auch diesen Wunsch und somit hatten sich schon zwei Gleichgesinnte gefunden.
Auf diese Art wurde auch die Zeitungsgruppe Lünen in Brambauer geboren. Irgendjemand schlug vor “...dann könnten wir ja eine Zeitung machen und Texte veröffentlichen...”. Nur, wie macht man eine Zeitung? Davon hatte niemand auch nur die geringste Ahnung.

 

Der Gedanke, ZwAR in Lünen anzusiedeln, fiel wohl auf fruchtbaren Boden, denn allein in Brambauer entstanden zwei Basisgruppen mit je 40 Personen. Das war 1989. Alle waren voller Pläne, denn es bildeten sich auch viele Untergruppen, z.B. die Wandergruppe mit der Nebenordnung einer Spaziergruppe für die Leute, die nicht gut laufen konnten. Von Anfang an gab es auch die Holzgruppe Brambauer, der eine Heimstatt in der Volkshochschule Lünen geboten wurde. Die Gymnastikgruppe traf sich einmal wöchentlich in der “Diesterweg-Turnhalle”. Die Kegel-Gruppe belegte monatlich die Kegelbahn im Restaurant Allegro. Hoch ist das Zentrum der ev. Kirche Brambauer zu preisen, denn hier konnte sich ZwAR-Brambauer versammeln, wenn es für seine Tätigkeiten, wie die Basis-Gruppe, die Theater-Gruppe, die Englisch-Gruppe, die Kreativ-Gruppe oder den Erzählkreis, eine feststehende Unterkunft benötigte. Leider wurde das Zentrum inzwischen verkauft und abgerissen. Natürlich benötigte jede Basis-Gruppe seine Delegierten, die quasi die Mittelsmänner oder Mittelsfrauen zwischen den Gruppen und Teamerin bildeten, denn die Gruppen sollten viel allein erledigen, aber alles schafften sie nicht. In Brambauer war wohl die erste ZwAR-Euphorie schnell abgeschlafft, denn aus zwei Basis-Gruppen wurde eine und die hatte 2004 nur noch 8 - 11 Teilnehmer, weil allgemein der Standpunkt vertreten wird: ”Es genügt, wenn eine Person aus den Untergruppen an der Basis-Gruppe teilnimmt.”
Inzwischen, da die Bildung von ZwAR-Gruppen in fast allen Stadtteilen Lünens erfolgte, wurden viele Gruppen Brambauers “stadtteilübergreifend‘, z.B. die Video-Gruppe. Einige Gruppen Brambauers haben sich mangels Beteiligung aufgelöst; z.B. die Kreativ-Gruppe, die Kegel-Gruppe, der Erzählkreis, die Gymnastik-Gruppe usw.
Die Wander-Gruppe von ZwAR-Brambauer hat sich total selbstständig gemacht und den Namen ZwAR abgelegt. Das ist in wenigen Worten der Werdegang von ZwAR-Brambauer.

 

Histörchen aus dem ZwAR-Leben in Brambauer

Die Basisgruppe 1 traf sich zum ersten Mal am 16.10.1989 im Zentrum der Karl-Haarmann-Straße. Natürlich kam auch die Kritik nicht zu kurz. Eigens dafür wurde am 14.11.1989 ein Treffen anberaumt. Jeder ZwARler konnte offen sagen, was ihm in den verschiedenen Gruppen gar nicht oder besonders gut gefiel. Im Januar 1990 fuhr die ZwAR-Basisgruppe 1 zum ersten Mal in ein Seminar. Es war das Haus Starke in Brilon. Dort wurden auch die Delegierten für die Basisgruppen gewählt. Sie trafen sich danach zum ersten Mal im Zentrum. die Delegierten wurden aufgefordert, zum Info-Treff nach Dortmund zu fahren. Man plante aber auch gleich ein regelmäßiges Delegiertentreffen mit ZwAR-Hamm und ZwAR-Ahlen. Also fuhr man einmal im Monat nach Hamm-Bockum-Hövel. Weiter stand im Herbst 1990 die Gründung einer ZwAR-Gruppe in Lünen-Horstmar-Niederaden an. ZwAR-Brambauer wurde gebeten, daran teilzunehmen und von seinen Erfahrungen zu berichten.

 

Übrigens gibt es seit 1995 in der VHS-Lünen eine stadtteilübergreifende Computer-Arbeitsgemeinschaft, die allerdings keine Kurse der VHS ersetzen will. Ihre Leitung und Initiative gingen von ZwAR-Brambauer aus. So war ZwAR-Brambauer nicht nur eine todernste Sache, sondern wir hatten auch viel Freude. Gegenseitig lernten wir neue Bekannte kennen oder schlossen Freundschaften. Auf dem Ausflug nach Emden sahen wir u.a. den modernen Deichbau. Zusammen mit der anderen Basis-Gruppe Brambauer besuchten wir in Dortmund das Naturkunde- und das Brauereimuseum. -
Einmalig gut schmeckte im Oktober 1995 der frischgebackene Stuten aus dem Freilichtmuseum in Hagen. Zu erinnern sei auch an die spannenden Besichtigungen in den Planetarien in Bochum und Münster. Schmackhaft waren unsere Kochkünste in Frau Anye´s Kochstudio in Bochum. Toll wurde auch 1996 die Planwagenfahrt in der Lüneburger Heide. Den Besuch 1998 einer Blaudruckerei mit anschließendem Spaziergang um die Burg Vischering in Lüdinghausen schloss eine Stärkung im “Cafè Indigo” ab. Ein Hochgefühl bereiteten immer die jährlichen Advent- oder Weihnachtsfeiern. Trotz Regenwetter fuhr, wer wollte, mit der Gruppe nach Münster oder Köln zum Weihnachtsmarkt. 1991 brachte dazu eine tolle Einstimmung die Besichtigung des Telgter Krippenmuseums. Für weihnachtliches Empfinden sorgten auch die Verkaufsstände am 1. Advent in der Diesterweg-Turnhalle. Seit dem 3. Advent 1995 beteiligte sich ZwAR-Brambauer mit einem Verkaufsstand auf dem Weihnachtsmarkt am Bergarbeiter-Wohnmuseum in Brambauer. Da kam es 1997 vor, dass ein heftiger Sturm das Zelt total zerstörte. Seinen ersten Verkaufsstand auf dem Frühlings-Brami-Fest errichtete ZwAR-Brambauer mit großem Erfolg im April 1990.
Inzwischen gibt es ZwAR-Gruppen für alle Ortsteile in Lünen. Da stieg 1994 die gemeinsame Fahrt nach London. -

 

Auch war es für ZwAR-Brambauer 1995 Ehrensache, bei der gemeinsamen Erstellung einer Tonbandzeitung für den Kreis Unna und bei der Bürgerinitiative von Brambauer zum Erhalt der Bücherei mitzuarbeiten. Im September 1994 veröffentlichte

ZwAR-Lünen die Bücher “Seilfahrt” und später noch “Schichtwechsel”. Indirekt konnte sich ZwAR-Brambauer diesen Erfolg auf die Fahne schreiben ( die Bücher konnte man auch in Dortmund in renommierten Buchhandlungen kaufen), denn fünf von sieben Autoren stammten aus der ZwAR-Brambauer-Zeitungsgruppe.
Den ersten Tag der offenen Tür gestaltete ZwAR-Brambauer 1990 mit viel Eifer im ev. Gemeindehaus. Selbst strömender Regen hielt die ZwAR-Gruppe aus Ahlen nicht ab, sich unser Werk anzuschauen. Fast neidisch schaute ZwAR-Brambauer anlässlich einer Visite 1990 bei ZWAR-Dortmund in der Rheinischen Straße auf deren Laboreinrichtung bzw. deren Druckmaschine, denn wir stellten unsere Zeitung immer mit viel Mühe per Handarbeit her. Dieser Besuch wurde im Cafè Kleimann

abgeschlossen. Pflichtbewusst erkundigte sich dort der Papagei “Haben Sie alles bezahlt?”

 

Zur festen Einrichtung für ZwAR-Brambauer sind seit 1997 die “Grünkohlwanderung”, das Grillen bei Kösters, das Forellenessen und eine Vorstellung im Freilichttheater Hamm-Heessen geworden. Selbstverständlich ist am 1. Mai in jedem Jahr ZwAR-Lünen durch einen Stand von ZwAR-Brambauer vertreten. Zwischen den “Jahresringen” in Berlin-Wedding und ZwAR-Brambauer besteht seit 1990 ein reger Austausch. Überhaupt ist die Zeitungsgruppe in jedem Jahr auf allen

Zeitungsseminaren in Ostdeutschland vertreten. Ein Ereignis für ZwAR-Brambauer war natürlich am 06.12.2003 der Besuch des Ministerpräsidenten von NRW, Peer Steinbrück, im Treffpunkt Konradplatz. Er interessierte sich sehr für ZwAR und nahm gerne zwei Exemplare der ZwAR-Zeitungsgruppe Brambauer mit. Am 03.02.1992 hielt ZwAR-Brambauer im ev. Gemeindehaus das erste Tagesseminar ab. Es folgten aber noch Seminare, um die Delegierten zu wählen, z.B. in der Politischen Akademie Neulisternol am Biggesee, in der Bildungssätte Hattingen und in Willebadessen, in der Ackerscheune. Seit 1996 sind Tagesseminare für ZwAR-Brambauer, um seine Delegierten zu wählen und um einen Jahresrückblick zu erhalten, selbstverständlich geworden. Zuerst war der Treffpunkt immer der Jakobsbrunnen in Selm, später das neue Gebäude des Treffpunkts am Konradplatz in Brambauer.

 

Am 18.11.1994 feierte ZwAR-Lünen in Brambauer sein 5-jähriges Bestehen. Davor machte es eine Woche lang eine Ausstellung in der VHS-Lünen. ZwAR-Brambauer war der Hauptakteur bei der Herstellung von Marmelade und Aufgesetztem für diesen Zweck. Nach dieser Woche wanderte ZwAR-Lünen anlässlich seines Geburtstages bei herrlichem Wetter gemeinsam zu “Mutter Stuff”, um sich dort mit Kaffee und Kuchen zu stärken.

 

1999 wurde ZwAR-Lünen schon 10 Jahre alt. Diesen Festtag beginnen alle gemeinsam mit einem ökumenischen Gottesdienst in Brambauer. 2004 steht der 15. Geburtstag von ZwAR-Lünen an. Dieses Ereignis wurde im Juli 2004 bei bestem Wetter schon vorgefeiert mit einer Fahrt der St. Monica. Am 21.09.2004 will ZwAR-Lünen in einem gemeinsamen Gottesdienst und anschließendem Empfang bedenken, dass wir schon so alt sind. Obwohl wir gerne Nachwuchs hätten, will sich ZwAR-Brambauer noch nicht auf das “Altenteil” begeben.

Charlotte de Greiff



 
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